Stellungnahmen

Das im gemeindlicher Trägerschaft befindliche Alten- und Pflegeheim “Rumond-Walther-Haus” ist in eine schwierige Situation geraten. Dazu hat der Kirchenvorstand folgende Erklärung verfaßt:

Erklärung des Kirchenvorstandes der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ottensen zur gegenwärtigen Situation des Rumond-Walther-Hauses

 

Träger und Betreiber des Rumond-Walther-Hauses (RWH) ist die Kirchengemeinde Ottensen. Die Geschäfte werden seit April 2008 von Herrn Marten Gereke im Auftrag der KG Ottensen geführt. Herr Gereke wurde vom Kirchenvorstand nach Beratung mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Niendorf eingesetzt, nachdem der bisherige ehrenamtliche Geschäftsführer und Mitglied des Kirchenvorstandes, Peter Hannemann, im November 2007 erkrankte.

 

Im Zuge der Veränderung der Geschäftsführung hat der Kirchenvorstand der KG Ottensen erkennen müssen, daß sich das RWH in einer sehr schwierigen finanziellen Situation befindet und seit geraumer Zeit nicht kostendeckend gearbeitet hat. Im Oktober 2008 lagen die Verbindlichkeiten bei ca. 750.000 €.

 

Herr Gereke hat umgehend Maßnahmen im betriebswirtschaftlichen Bereich und im Bereich des Personalmanagement ergriffen. Allen Maßnahmen waren eng mit dem Kirchenvorstand, bzw. einem Vorstandsausschuß abgesprochen. So wurde die Zahl der Arbeitskräfte aus Zeitarbeitsfirmen, die das hausinterne Personal unterstützen, herabgesetzt. Auch mit dem eigenen Personal wurde die Situation besprochen und mit einzelnen Kolleginnen auf freiwilliger Basis neue Arbeitsverträge verhandelt. Alle Maßnahmen und Veränderungen bedeuten, das sei hervorgehoben, keine qualitative Einschränkung bei der Versorgung und Betreuung der Bewohner. Deren Wohl war und ist nach wie vor das Hauptanliegen aller Beteiligten.

 

Die Aufmerksamkeit des Kirchenvorstandes gilt nun der Tilgung der im Lauf der Jahre angesammelten Schulden. Die Schuldenlast ist aufgelaufen bei der Einheitskasse im Kirchenkreisverband EZR, also bei einem kircheninternen Kreditgeber. Es ist erklärtes Ziel des Kirchenvorstandes, weder das RWH noch die Kirchengemeinde Ottensen bei der Tilgung in einem unverträglichen Maß zu belasten.

 

Gespräche über die Tilgung und Umverteilung der Schulden finden gegenwärtig mit dem Kirchenkreis Altona, dem Kirchenkreis Niendorf und dem Kirchengemeindeverband Altona statt. Ebenso gibt es Gespräche über eine Übergabe des Betriebes an den neu entstehenden Großkirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Eine solche Betriebsübergabe wird ebenfalls keine Einschränkungen für die Bewohner mit sich bringen, weder im betrieblichen Versorgungs- und Pflegebereich, noch bei der gemeindlichen und seelsorgerlichen Präsenz.

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